[ SCHÖNGEIST! ]: "Der tote Neger interessiert uns nur ästhetisch"!

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„Der tote Neger interessiert uns nur ästhetisch“
Lukas Pusch in neuer Ausgabe des Magazins Schöngeist mit provokantem Afrikabildband

 

Berlin (pts/10.04.2008/11:17) – „Der tote Neger interessiert uns nur ästhetisch. Er ist uns egal, interessiert uns nur als Bild, als Licht und Farbe.“ Mit dieser Aussage konfrontiert uns die Frühjahrsausgabe von Schöngeist http://www.apodion.de, des nunmehr in 16. Edition erscheinenden Magazins für kunst_ leben_ denken. Das Leitthema ist Begegnung, und das Feld öffnet sich für ein wahres Spektakel an Begegnung: da ist der Wiener Künstler Lukas Pusch in Mathare-Slum, einem der größten Slums in Nairobi und setzt sich in Hemd, Sakko, Fliege und Gummistiefeln, um seine Hosen nicht zu beschmutzen, in gönnerhaft weiße Szene. Zigarette rauchend neben einem Toten, das Händchen eines Kindes grinsend schüttelnd, angelehnt an seinen weißen Mercedes, der sich gut vom einheitlichen Slumbraun absetzt. „L’art pour l’art pur“ ist Puschs Devise. Sein AFRIKA-Bildband erscheint soeben bei Walther König.

Einige Seiten vorher begegnen uns Vaginas pur, Grit Scholz offenbart uns persönliche Beweggründe für ihr intimes Buchprojekt „Das Tor ins Leben“.

Verstörend intime Kraft bezeugen auch die „Begegnungen in Tinte“ des gebürtigen Frankfurters und in Berlin lebenden Künstlers Markus Scheuner. In seinen Zeichnungen mit Titeln wie „Das Vieh wird lebend zum Markt gebracht“, „Bühnenbild der Niedertracht“ oder „Wo die Früchte erst gedeihen auch der Tod (Trophäen und Kakteen)“ finden wir drastische Beobachtung innerer Prozesse der Begegnungen zwischen Mann und Frau.

 

Der Fotograf Thomas Zika verwöhnt das Auge mit der Weite verströmenden Begegnung zwischen Himmel und Erde. Für seine Fotoserie Hierogamos stand er auf dem südfranzösischen Mont Ventoux.

Das Begegnungspotenzial in philosophischer Betrachtungsweise steht im Aufsatz des ostfriesischen, in Berlin lebenden Philosophen Wilhelm Roskamm ganz unter dem Zeichen des Werdens von Gilles Deleuze. Jede Begegnung impliziert ein Werden und jedes Werden kann ohne Begegnung nicht zustande kommen. Philosophische Motive beweist auch die Künstlerin Ewa Wolanska, die gern an Martin Buber anknüpft: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Wolanska stellt Menschen jeglicher Couleur drei bis vier Fragen: Was ist Glück für dich? Bist du zufrieden, als Mann/Frau geboren zu sein? Welches Verhältnis hast du zu anderen Männern/Frauen? Die Begegnung beendet sie mit einer Porträtfotografie auf ihrer Platten- oder Großformatkamera. Resultat sind in ihrer Nähe berückende Schwarz-Weiß-Fotografien.

Neben Gedichten und Prosastücken verschiedener junger Autoren finden sich noch ein erfrischender kunstgeschichtlicher Parcours der in München lebenden Kunsthistorikerin und Journalistin Julie Metzdorf zum eloquenten Thema Narziss und der Begegnung mit sich selbst sowie eine ausführliche, mit vielen Zitaten bestückten Bildbetrachtung des Aquarells „Vor den Toren von Kairuan“ von Paul Klee, welches als Klees Begegnung mit der Farbe ausgezeichnet wird.

Weitere Perlen gilt es zu entdecken: mystische Farbfotografien aus Norwegen des in Berlin und auf Hiddensee lebenden Künstlers Gerald Adam Hahn sowie die gewohnt exzellente kulinarische Kolumne des Hamburger Autors, Fotografen, Foodstylisten und KAFFEE.SATZ.LESER Stevan Paul. Dieses Mal begegnet Paul Hansen, bei dicken Zungenscheiben, Kartoffelmus und Gurkensalat, angemacht mit Kondensmilch und Dill.

Schöngeist ist nichts für schnell mal zwischendurch. Dann entgeht dem Leser das feine Gewebe aus Intuition, Schütteleffekt und Verbindung. Das Magazin möchte in seiner Vielfalt ansprechen, Impulse setzen. Den Rest überlässt man getrost dem Leser, der, ist er einmal eingestiegen, vielleicht angeregt ist für die nächste Begegnung der ganz besonderen Art.

Das Magazin Schöngeist richtet sich an anspruchsvolle Kunst- und Kulturinteressierte. Es erscheint viermal jährlich als Projekt des ApoDion Verlag Berlin. Die Essays, Kurzgeschichten und Gedichte, Fotografien, Malereien und Installationen kreisen jeweils um ein Leitthema. Schöngeist-Leser sind ausdrücklich zum Mitmachen eingeladen! Die Redaktion behält sich die Auswahl aus dem eingegangen Material vor.

Die nächste Schöngeist erscheint am 30. Juni. Thema der Sommer-Ausgabe: „Das Tier“.

Über ApoDion
Der ApoDion Verlag wurde im Januar 2004 zur Herausgabe der Zeitschrift Schöngeist gegründet. Das Magazin richtet sich altersübergreifend an schöne Geister, Menschen, die für Kunst und Kultur aufgeschlossen sind und bereit sind, jenseits von massenmedialem etablishment kreative Wege zu gehen bzw. aufgeschlossen zu sein für differenziertes Wahrnehmen. In einer Mischung aus Lyrik, Prosa, Malerei, Fotografie, Essays, Porträts, Dokumentationen ergibt sich jeweils ein eigenwilliges, offenes und sensibles Bild des behandelten Rahmenthemas. Das Layout des Malers und Grafikers Pierre Fischer erscheint übersichtlich, klar strukturiert und gleichzeitig in lebendiger und spielerischer Weise dem Inhalt zugetan.

Das Team, bestehend aus den Herausgebern Nico Taubner (Finanzen) und Tanja Porstmann (leitende Redakteurin), Juliette Guttmann (Autorin und Redaktion) und Pierre Fischer (Layout) arbeitet in enger Zusammenarbeit von Ausgabe zu Ausgabe projektbezogen.

Der Standort von Apodion ist in Berlin, und von Ausgabe zu Ausgabe wird mit unterschiedlichen nationalen und internationalen in Kunst und Kultur tätigen Menschen im In- und Ausland kooperiet.

„Unser Projekt der Herausgabe der Zeitschrift Schöngeist empfinden wir als engagiert und zeitgemäß insofern, als wir zeitübergreifend in kreativer Art das menschliche Leben betreffende Themen umreißen und in ihrer Fülle künstlerisch aufbereiten, so dass der Leser die Möglichkeit erhält, sich intensiv auf ein Thema einzustimmen und zum weiteren Nachdenken angeregt wird, um schließlich Verknüpfungen zu seinem eigenen Leben herzustellen.“, so Tanja Porstmann, Chefredakteurin von Schöngeist.

Das aktuelle Heft ist im Bahnhofsbuchhandel sowie im ausgewählten Zeitschriftenhandel in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien erhältlich sowie direkt über uns (Verlagsadresse) bestellbar.

Gerne stehen Ihnen die Schöngeister für weitere Informationen und Materialien (Cover auch in höherer Auflösung) zur Verfügung. Ein schriftliches Interview oder im mp3-Format mit der Herausgeberin und leitenden Redakteurin Tanja Porstmann ist ebenfalls erhältlich.

 

Quelle:

ApoDion Verlag / Tanja Porstmann
Pasteurstraße 40
10407 Berlin

 









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