[ AUTOBAHN! ]: Die Reichsautobahn: Beton-„Straßen des Führers"

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Doc GermaniCus, 28/08/08:

Die Reichsautobahn:
Hitlers Beton-„Straßen des Führers“

 

 [youtube:http://de.youtube.com/watch?v=z8hbPhMxR1Q] Die Reichsautobahn
Als es noch galt die Strassen staubfrei zu bekommen..

 

 Um nur wenige andere Projekte des 3. Reiches ranken sich soviele Mythen, Gerüchte und Mutmassungen, wie um das „Projekt Reichsautobahn“. Hier blosse Arbeitsbeschaffungsmassnahme, dort Vorbereitung für den Krieg. Die einen halten die deutsche Autobahn für eine Kopie amerikanischer Vorbilder, die anderen sagen, die Pläne wären schon jahrelang in den Schubladen der Weimarer Republik gelegen.

 Überlegungen für reine „Nur-Autostrassen“ gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg in Deutschland. Bereits 1912 (13!?) wurde bei Berlin die ersten Kilometer gebaut. Der Italiener Dr. Piero Puricelli war ein weiterer Vorreiter der Autobahnidee. Unter seiner Leitung wurden bereits 1929 eine private Autobahn-Gesellschaft gegründet, die mit dem Bau der ersten italienischen Autostrada begann.

 

 [youtube:http://de.youtube.com/watch?v=8tKqRbDSHQ8&feature=related] Die Reichsautobahn: Ein Zeitzeuge erzählt
Faszinierende beeindruckende Technik, kann ich da nur sagen!

 

 

Im folgenden Video kommen Zahlen auf den Tisch: ca. 250.000 Arbeitsplätze auf der Strasse und bei den Zulieferern hätte das Projekt Reichsautobahn geschaffen. Das wären ca. 5% der Arbeitslosen von 1933 gewesen. Wobei einige Facharbeiter sicherlich bereits vorher in Arbeit standen. Also als reine ABM-Massnahme scheidet die Autobahn damit schon einmal aus! OK.. der Mann am Ende des Vid´s ist anderer Meinung..! *ggg*

 

[youtube:http://de.youtube.com/watch?v=mLyPhoOLBRk] Die Reichsautobahn: innovationen im Brückenbau!
Die Aera der Stahlbrücken beginnt..!

 

 Auf der Internetseite Dessau-Geschichte.de heisst es:

Die Wahl der Standorte zeigte, das es nicht die Absicht der Nationalsozialisten war, möglichst schnell ein funktionstüchtiges Straßennetz zu schaffen. Vielmehr stand die Publikumswirksamkeit der Aktionen im Vordergrund – in allen Regionen des Reichs begannen die Arbeiten. Der zügige Ausbau der vorwiegend den Fremdenverkehr fördernden Strecke München-Chiemsee-Salzburg bestätigt diese These. Bei der Streckenlegung fanden landschaftliche Besonderheiten und Kulturdenkmäler besondere Berücksichtigung.

Die Menschen sollten die Schönheiten und Bauwerke ihres wieder erstarkten Vaterlandes buchstäblich „erfahren“. Dieser Richtlinie ent-sprechend nahm man bei der Projektierung auch Umwege in Kauf. Interessant ist auch, daß persönliche Interessen und Wünsche einflußreicher Persönlichkeiten bei der Festlegung des Streckenverlaufs durchaus berücksichtigt wurden. Beispielsweise teilte Todt am 1. März 1934 mit, daß den „…Wünschen der Frau von Bismarck, die Autobahnlinie näher an das Gut Wollig heranzurücken…“entsprochen worden ist.

Auch die Wünsche von Regierungsmitgliedern bezüglich der Linienführung wurden erfüllt. Im Falle von Rudolf Heß wurde auf dessen Wunsch nicht nur die Strecke um einige hundert Meter verlegt, es wurde sogar eine inoffizielle Auf- und Abfahrtsmöglichkeit geplant. Neben den oben genannten Momenten spielten offenbar auch raumerschließende und strategische Fragen eine Rolle, wenn es darum ging, den Streckenverlauf der Reichsautobahnen Festzulegen, wobei dem militärischen Aspekt keine allzu große Bedeutung beigemessen werden sollte.

Quelle: Dessau-Geschichte.de 
Hervorhebung vom Editor!

 

Bullshit! Schon wieder eine Nachkriegs-Propagandalüge widerlegt!  Die Reichsautobahn war nicht  in erster Linie DIE Abm-Massnahme, mit der Hitler die Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen wollte. Sondern mit der Autobahn wurden für die damalige Zeit dringend notwendige Verbesserungen der Infrastruktur getätigt. Damals war der Grossteil der Strassen immer noch auf Pferdefuhrwerke ausgelegt. Ein Auto das theoretisch 120km/h schnell war, kam kaum über einen Schnitt von 50-60 km/h hinaus. Die Bedeutung die im 19. Jahrundert die Eisenbahn für die Wirtschaft hatte, hatte nun die Autobahn übernommen. Erst als zu Beginn des Projektes Reichsautobahn die Deutsche Reichsbahn mit ins Boot genommen wurde, gab diese den Widerstand gegen die schnellen Strassen endgültig auf.  

 

[youtube:http://de.youtube.com/watch?v=KIiEvfbT9AM] Autobahn – Schnelle Straßen!
Kommentierter Ausschnitt aus dem Autobahn-Werbefilm
„Schnelle Straßen“ aus den 30er Jahren:
Zwei Mercedes-Cabrios unterwegs auf der Landstraße
und der neugebauten Reichsautobahn.

 

 Es hat mich wirklich sowohl sehr überascht, als auch beeindruckt, welche Überlegungen damals alles berücksichtigt wurden! Beton war das Baumaterial erster Wahl, weil er vom zu importierenden Erdöl unabhängig machte. Die Strassen wurden später zunehmend der Natur und dem Landschaftzsverlauf angepasst. Ein Video zeigt sogar, wie um einzelne Bäume herum gebaut wurde!  70 Jahre später undenkbar! Heute würde die Kettensäge sprechen..!

 

[youtube:http://de.youtube.com/watch?v=oaJ1L2BlCnY}
Autobahn damals und heute
Autobahn München – Salzburg:
Hitler hatte Recht!

 Zugleich Verkehrs- und Propagandageschichte:
Eine interessante Gegenüberstellung aus einer Doku der 80er Jahre.

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Reichsautobahn
Autor: Arend Vosselmann; Neu kaufen: EUR 25,95 
Kurzbeschreibung
Technische Pionierleistung, organisatorischer Geniestreich und ästhetische Vollendung, dieses Buch zeigt die Reichsautobahn als „Gesamtkunstwerk“! Die sachkundige Einführung dieses Farbfotobandes macht mit revolutionären Ideen und der meisterhaften Umsetzung dieses gigantischen Bauvorhabens vertraut. Hunderte, größtenteils noch nie veröffentlichte, gestochen scharfe Fotos mit Beispielen zur harmonischen Verbindung von Natur, Technik und Kunst.

 

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 Raum-Maschine Reichsautobahn
Autor: Benjamin Steininger; Neu kaufen: EUR 19,90

Kurzbeschreibung
Kaum ein Bauwerk prägt unsere Umgebung wie die Autobahn. Ihre festen Fahrbahnen, weiten Linien und ihre kreuzungsfreie Netzgestalt bilden ein System, ohne das kein Supermarkt, kein Gewerbegebiet und keine Fußgängerzone funktionieren. Und obwohl die Nationalsozialisten die Autobahn bekanntermaßen nicht erfunden haben, so wurde das Fundament für den europäischen Hauptverkehrsweg doch von 1934 bis 1942 in die Landschaft betoniert. Was im Umkreis der Reichsautobahn – zwischen Fugenvergussmasse, Flugbildern, Rastanlagen und dem Reichsparteitagsgelände – geforscht, geplant, gebaut und erfahren wurde, ist also unwiderruflich Bestandteil der deutschen Bau- und Technikgeschichte. In der Verknüpfung der Details erweist sich das historische Projekt zudem – und das wurde lange genug übersehen – nicht weniger als der in dieser Epoche erstmalige Entwurf unserer gegenwärtig dauermobilisierten Transitlandschaft.
Benjamin Steininger hat die Reichsautobahn medientheoretisch durchleuchtet und präsentier t das Propagandabauwerk im Jahre 70 seines technischen Wirkens in vierfacher Gestalt: konkret als Plattenkette, geometrisch als ästhetisch-automobilen Kurvenzug, raumplanerisch als Zone überall möglicher Zentren und funktional als Katalysator für den ganz der Maschine einverleibten Raum des Verbrennungsmotors.

Über den Autor
Benjamin Steininger, geb. 1974, lebt und arbeitet als Kulturwissenschaftler in Berlin. Aktuelle Hauptforschungsgebiete sind das Netz der Bundesautobahnen, sowie eine kinetische Theorie des Kunststoffs.

 

 

 

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Mythos Reichsautobahn. Bau und Inszenierung der ‚Straß…
Autor: Erhard Schütz, Eckhard Gruber;

Pressestimmen
„Das Buch, das die Geschichte von Hitlers Autobahnen erzählt, ist vorzüglich. Man staunt, wie es den beiden Autoren gelungen ist, aus dem eher banal anmutenden Thema ein verblüffend vielsagendes Porträt des“deutschen Menschen“jener Zeit zu entwickeln.“
(Henning Schlüter, FAZ, 06.01.97)

„Darmstädter werden dieses Buch im übrigen mit besonderem Interessse lesen, denn ihre Stadt war ein zentraler Punkt der ersten unter den Nazis realisierten Strecke von Frankfurt bis Heidelberg“.
(Darmstädter Echo, 12.12.1996)

2Dies ist der neueste Band der verdienstvollen Reihe“Geschichte in Bild und Text“, mit der der Verlag von Christoph Links die Stein gewordene Geschichte ans Licht zu holen sucht.
(…) Die Autoren dokumentieren die mediale Inszenierung dieses Mythos, der es in Wirklichkeit ist, eindrucksvoll, unterstützt durch ebenso reichhaltiges wie aufschlußreiches Bildmaterial. (…) Den Zitelmännern aller Couleurs sei diese Erkenntnis ins Stammbuch geschrieben, aber auch sonst sei dieses

Buch jedem an deutscher Zeitgeschichte Interessierten nachdrücklich empfohlen.“
(Süddeutsche Zeitung, 10.1.1997)

Kurzbeschreibung
Wie kein anderes Bauwerk des ‚Dritten Reiches‘ war die Reichsautobahn von Anfang an als Mythos konzipiert. Sie sollte im nationalsozialistischen Sinne die Einheit von technischem Fortschritt, sozialer Harmonie und Versöhnung mit der Natur verkörpern, Symbol einer grandiosen und zugleich heilen Zukunft sein. Ihr Bau wurde daher systematisch begleitet von Spielfilmen und Romanen, Gemälden und Gedichten, Plakaten und Briefmarken. Bis heute hält sich die propagandistische Behauptung, der Autobahnbau sei eine Idee der Nazis gewesen und habe entscheidend zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit beigetragen, was sich bei Betrachtung der Vorgeschichte aus den zwanziger Jahren und den Beschäftigungszahlen der dreißiger Jahre als klare Verfälschung der Realitäten erweist.
Erhard Schütz und Eckhard Gruber zeigen an Hand von Materialien aus Archiven und Privatsammlungen die genauen Mechanismen der Inszenierung und widerlegen manch nachhaltig wirkende Legende. Sie gehen zugleich auf die Veränderungen im Freizeitverhalten und in der Mobilität der Deutschen ein und machen deutlich, welche Auswirkungen die damalige Entwicklung auf die moderne Gesellschaft hatte – bis hin zum heutigen Verschwinden der Autobahn unter dem Verkehr.Eckhard Gruber wurde 1963 geboren und studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit Beginn der neunziger Jahre veröffentlichte er zahlreiche Artikel zu kulturhistorischen Themen, darunter Hrsg. ‚Fünf Uhr-Tee im Adlon: Menschen und Hotels‘ (1994), ‚Mythos Reichsautobahn: Bau und Inszenierungen der Straßen des Führers‘ (1996) und ‚Orte des Martin Opitz‘ (Ausstellung 1997).

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5.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, 16. Juli 2007
Frauke Jung „Frauke Jung“
Dieses Buch ist sehr zu empfehlen.
Es werden viele Hintergrundinformationen zum Bau, zur Planung und zur politischen Instrumentalisation geliefert. ohne dogmatisch zu sein, beleuchten die Autoren viele verschiedene Aspekte – Berichte von den Bedingungen in den Bauarbeiterlagern, dem Aufbau der Behörde, der innen-und außenpolitischen Wirkung werden ergänzt von der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit Technik und Natur.
und wie wenig der autobahnbau tatsächlich mit der minderung der arbeitslosenzahlen in den 30er jahren zu tun hatte, erfährt man hier sehr anschaulich.
ein rundum gelungenes buch: sehr informativ, viele wichtige abbildungen, und sehr gut geschrieben.

 

 

 

Doc GermaniCus, 28/08/08

 

 

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