[ LEBEN! } Utopische Lebensziele fördern Depressionen!

Utopische Lebensziele aufgeben gegen Depression!

DEPRESSION!
DEPRESSION!
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Nur wer bereit ist,
sich vom Unerreichbaren zu lösen,
meistert eine Krise!

 

Jena (pte026/02.02.2017/13:30) – Unrealistische Lebensziele können in eine Depression münden, wie Forscher der Universität Jena http://uni-jena.de herausgefunden haben. Niemals aufzugeben, mag daher für viele Lebensbereich zwar gelten – doch wer aufgibt, weil das Ziel unerreichbar ist, gewinnt am Ende. „Manche Menschen entwickeln aus einem solch vergeblichen Bemühen heraus eine Depression“, weiß Forscher Klaus Rothermund.

Ausweg für Betroffene!

Dass das Ziel in weiter Ferne bleibt, egal wie sehr man sich müht, macht der Studie nach hilflos und gibt das Gefühl von Kontrollverlust. Doch das muss nicht zwangsläufig eine psychische Sackgasse sein: Die Depression bietet für die Betroffenen vielmehr auch Chancen. Die im „Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry“ veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass es Patienten mit einer Depression deutlich besser gelingt, sich von unerreichbaren Zielen zu lösen als es bei gesunden Personen der Fall ist.

In der Fähigkeit loszulassen, so die Psychologin Katharina Koppe, liegt eine adaptive Funktion der Depression. Vereinfacht ausgedrückt: Ist die Diskrepanz zwischen dem persönlichen Ziel und den gegenwärtigen Möglichkeiten zu groß, sollte man sich besser ein realistischeres Ziel suchen und vom alten verabschieden. „Aus dem generellen Motivationsdefizit, das für viele depressive Patienten typisch ist, resultiert offenbar eine höhere Zielablösefähigkeit und das könnte man sich in der Therapie zunutze machen“, verdeutlicht Rothermund.

Neue Therapieansätze!

Eine neue Strategie bei der Behandlung von Depressionen könnte sein, unerreichbare Ziele, die Patienten in die Depression geführt haben, zu identifizieren und die Ablösung davon zu unterstützen. „Wenn wir aufhören, Depression allein als ein psychologisches Hindernis zu sehen, das einfach wegtherapiert werden muss, können wir die Krise des Patienten vielleicht auch als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen“, ist Koppe überzeugt. Allerdings bedürfe es dazu zunächst noch deutlich mehr Forschung zu dieser Thematik.
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