[ #MeToo! } Ist es Männerhass?

Tamara Wernli über die alltägliche Misandrie in der westlichen Welt

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Feindbild: Mann!
Feindbild: Mann!

 

Über #Meetoo
-und den Männerhass!

Männerfrust scheint sich im Laufe der letzten Jahre in Männerhass gewandelt zu haben.
Und für eine Anschuldigung des sexuellen Missbrauchs braucht es offenbar keinen Beweis mehr.
Die Geschichte eines «Opfers» genügt.

Video geschrieben und produziert von Tamara Wernli ©

Hinweis:  Quellen & Links findet Ihr in der Video-Beschreibung auf Youtube!


 

Misandrie (griechisch μῖσος misos ‚Hass‘ und ἀνήρ anēr ‚Mann‘, Genitiv ἀνδρός andros) bezeichnet eine ablehnende oder feindselige Haltung gegenüber Männern. Lexikalisch tauchte der Begriff am Anfang des 19. Jahrhunderts auf.[1]

Entstehungsgeschichte des negativen Männerbildes in der Moderne

In seiner Dissertation Das unmoralische Geschlecht – Zur Geburt der Negativen Andrologie analysiert der Soziologe Christoph Kucklick die Entstehungsgeschichte der modernen Männlichkeit und des negativen Männerbildes. These dieser Dissertation ist, dass das Stereotyp vom unmoralischen, gewalttätigen, sexuell unersättlichen Mann weit vor dem modernen Feminismus entstanden sei, nämlich „in der Sattelzeit“ um 1800 zu Beginn der Moderne durch bürgerliche Denker wie John MillarJohann Gottlieb FichteWilhelm von Humboldt.[2][3] Der männliche Selbstzweifel, wie er eben durch diese Autoren mit geschürt worden sei, habe die Wende zu einer die Moderne mitkonstituierenden Geschlechts-Heterarchie gebracht, zu einer komplexeren Zwischen-Geschlechter-Beziehung als der simplen Hierarchie, wie sie zum Beispiel durch Bourdieus Theorie des männlichen Habitus vertreten werde.

Misandrie in der Populärkultur

2001 gaben die Religionswissenschaftler Paul Nathanson und Katherine K. Young die Untersuchung Spreading Misandry: Teaching Contempt for Men in Popular Culture heraus. Sie konstatierten darin eine in der Populärkultur und in Teilen der Elitenkultur weit verbreitete Misandrie. Ebenso wie die Misogynie werde die Misandrie kulturell propagiert, im Gegensatz zur Misogynie werde Misandrie jedoch als legitim betrachtet und nicht als problematisch wahrgenommen. Die Grundannahme der Menschlichkeit von Männern sei durch Unwissenheit und Vorurteile unterminiert worden.[4]

Den Autoren wurde von dem SoziologenMichael Kimmel vorgeworfen, aufgrund ihrer antifeministischen Grundhaltung wesentliche Erkenntnisse der Genderforschung vernachlässigt zu haben. Das Werk sei „tiefgründig flach“, eine fieberhafte Phantasie der Autoren.[5] Nathanson und Young wendeten ein, dass ihre Arbeit ausdrücklich nicht den Anspruch einer empirischen Studie erhoben habe, dazu hätten ihnen die Mittel gefehlt.[6] Sie hätten vielmehr gefordert, dass eine empirisch fundierte Studie mit der Fragestellung von Misandrie in den Medien durchgeführt werden müsse.

Doris Lessing sprach auf dem Edinburgh Books Festival 2001 von „Männern als den neuen geheimen Opfern im Krieg der Geschlechter“. Sie kritisierte, dass sich im Feminismus eine Kultur der Abwertung von Männern breitgemacht habe, die so sehr Teil unserer Kultur geworden sei, dass sie kaum noch wahrgenommen werde.[7]

Der Politologe Thomas Gesterkamp schrieb 2012, es habe „in den letzten zwanzig Jahren (…) eine Art kulturelle Umdeutung des Mannes vom geachteten Ernährer zum verspotteten Deppen stattgefunden“. Die „sexuelle Denunziation von Männern“, bei der die Unterhaltungsindustrie eine wichtige Rolle gespielt habe, habe aber inzwischen ihren Höhepunkt überschritten.[8]

Männerbild in angloamerikanischen Medien

In seiner Studie Media and Male Identity: the Making and Remaking of Men (2006) beschäftigt sich der australische Medienforscher Jim R. Macnamara mit Nathanson und Youngs Thesen und widmet sich den dabei verbliebenen Forschungslücken.[5] Seine eigene empirische Forschung bestätige und übertreffe die Ergebnisse von Nathanson und Young. Männer würden in den modernen angloamerikanischen Medien weitgehend dämonisiert, marginalisiert, trivialisiert und objektifiziert. Männlichkeit werde weithin als das angeborene und kulturell Böse präsentiert. 70 Prozent der Darstellungen seien negativ, 80 Prozent unvorteilhaft. Positives werde bei Männern meist als „weibliche Eigenschaft“ dargestellt.[5] Seine Analyse zeige, dass die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Sprache und Diskurs sich umgekehrt habe oder zumindest nunmehr beide Geschlechter betreffe. Die gesellschaftlichen Folgen müssten noch erforscht werden, jedoch sei die zunehmende Bedeutung der Massenmedien in gegenwärtigen Gesellschaften naheliegend.[5]

Quelle: Wikipedia

 


 

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