[ Prof. Querulix! } Demokratie -schöner Schein, mieses Sein?

Der Mensch – genetisch ein räuberisches Rudeltier – hat sich in seiner bisherigen Entwicklung nur äußerlich gewandelt. Im Kern ist er das geblieben, was er seit Millionen Jahren immer war, obwohl die Verarbeitungskapazität seines Großhirns zuletzt beträchtlich zugenommen hat.

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Demokratie – schöner Schein, mieses Sein

Bust of Marcus Aurelius (reign 161–180 CE).
(Photo Wikipedia)

„Wer sieht, was heute geschieht,
hat alles gesehen, was von Ewigkeit war und in Ewigkeit sein wird. 

Denn es ist alles von derselben Art und Gestalt.“ 
(Marc Aurel [Marcus Aurelius], Philosoph und 161 bis 180 römischer Kaiser)
 
 

Der Mensch – genetisch ein räuberisches Rudeltier – hat sich in seiner bisherigen Entwicklung nur äußerlich gewandelt. Im Kern ist er das geblieben, was er seit Millionen Jahren immer war, obwohl die Verarbeitungskapazität seines Großhirns zuletzt beträchtlich zugenommen hat. Praktisch genutzt hat er sie aber vor allem als Waffenschmied, Ausbeuter und Krieger. Erst in jüngster Zeit sind Zivilisationen entstanden, in denen mehr als nur eine Handvoll Menschen erkennen, daß die Menschheit unter der Herrschaft ihrer Alphatiere dabei ist, sich abzuschaffen.

Was der Mensch sein könnte, wissen wir überhaupt nur, weil immer wieder Mutanten auftauchen, Menschen, die anders sind, weniger Menschentier, weniger Raubtier und schon ein wenig mehr der Mensch, den wir uns im Interesse des Überlebens unserer Art wünschen (müssen). Wir brauchen dringend viel mehr Menschen, die in Zusammenhängen und Wechselbeziehungen denken und handeln. Beherrscht werden wir aber von engstirnigen egoistischen Nützlichkeitsjägern, die zufrieden sind, wenn ihre und ihrer Klientele Schmerzen lindern anstatt die Geschwüre zu heilen, unter denen die Menschheit leidet.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

„Die politischen Alphatiere können ebenso wenig die Probleme lösen, die sie selbst verursachen,wie Psychopathen in der Lage sind, sich selbst zu therapieren“, gibt Prof. Querulix zu bedenken und löscht damit auch noch den letzten Funken Hoffnung auf Besserung in der Zukunft.

Die Idee der Demokratie ist schon gut zweieinhalb Jahrtausende alt. Verwirklicht ist sie bis heute nur ansatzweise in einigen wenigen Weltgegenden, und es sieht nirgends nach Fortschritt aus. Im Gegenteil. 95 Prozent der Menschen sind – mal mehr, mal weniger freiwillig, mal komfortabler, meist weniger komfortabel – die Sklaven der 5 Prozent, denen die Welt faktisch gehört.

Daß die Menschenwelt gegenwärtig zunehmend unruhig wird und im günstigsten Fall eine Weltfinanz- und Weltwirtschaftskrise bevorsteht – wenn nicht auch noch größere kriegerische Auseinandersetzungen hinzukommen – wird am Ende keinerlei Besserung bringen, solange Mensch der gleiche bleibt. Und das wird er bleiben. Denn Evolution braucht ihre Zeit.

Die faktische Plutokratie vertilgt derzeit heimlich still und leise das noch nicht einmal voll erblühte Pflänzchen „Demokratie“. Prof. Querulix sagt es aus deutscher Perspektive im „Volksmund“ ganz deutlich: „Plutokratie = Moderne, unter dem Euphemismus “Demokratie” firmierende Regierungsform, in der die Herrschaft des Geldes dank der Erfindung der Neuen Sozialen Marktwirtschaft (NSM) durch neoliberale Flachdenker nicht mehr ernsthaft durch Wahlergebnisse bedroht wird.“

Zwecks Vorfeldbeherrschung wurden inzwischen sogenannte „Transparenzgesetze“ erfunden, die dazu dienen, die Nase der Bürger möglichst aus öffentlichen Angelegenheiten herauszuhalten. Mit einem Schutzwall aus Kosten werden behördliche Vorgänge vor den Augen der Bürger verborgen. Im Schatten des „Newspeak“ (George Orwell) wird dann z.B. in Hamburg versucht, im Interesse des Profits überdimensionierte Bauvorhaben durchzudrücken und mehrfach geschützte Kulturdenkmäler „platt zu machen“. Die Verwaltung dient nicht den Bürgerinnen und Bürgern, sondern sie versucht immer mehr, ihn zu beherrschen.

Mit Demokratie hat das nicht das Geringste zu tun. Es ist Autokratie auf dem Wege zur Diktatur durch das Große Geld. Was dem Großen Geld nützt, ist Recht. Und die Flachdenker meinen vielleicht sogar, das sei gut so. Daß den großen Parteien die Wähler in Scharen davonlaufen – die SPD, die in Hamburg derzeit mit den Grünen regiert – hat im Bund mit 20,5 Prozent das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erlitten. In Hamburg erfreut sie sich bisher noch eines mehr als doppelt so großen Wählerzuspruchs, wobei die Wahlbeteiligung allerdings auf beschämende 56,5 Prozent zurückgegangen ist. Wohin werden sich die vielen Wahlverweigerer in Zukunft wenden? Werden sie sich und ihre angestammten Rechte als Mitbürgerinnen und Mitbürger einfach aufgeben oder werden sie rebellieren?

Wir könnten bald unangenehme Überraschungen erleben.

Politik wird in Deutschland zunehmend nicht mehr für die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gemacht, sondern für die Klientele der Politiker. Eines der häßlichen Symptome dafür ist auch der oben erwähnte Versuch der Hamburger Baubürokratie, ein vollkommen überdimensioniertes und ohne Rücksicht auf Gebietscharakter und Anwohnerrechte konzipiertes Bauprojekt durchzudrücken.

„Untrügliches Verfallszeichen einer Gesellschaft: Wenn Nützlichkeitsdenken die Moral dominiert.“ Prof. Querulix) Nützlichkeitsdenken der Politiker zugunsten des Großen Geldes zersetzt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das gilt natürlich nicht nur für Hamburg. Die letzte Bundestagswahl und ihre Folgen könnten letztlich historische Dimensionen erreichen. Götterdämmerung der Demokratie?

Die gegenwärtige Politikergeneration wird die Weichen in unsere Zukunft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stellen. Daß sie ihrer diesbezüglichen Verantwortung gerecht werden, ist leider nicht einmal ansatzweise zu erkennen.

Weiter-So? Weiterhin Politik gegen die existenziellen Interessen der großen Mehrheit der Menschen, gegen die Bürgerinnen und Bürger, die nur noch als Mittel zu den Zwecken des Großen Geldes benutzt werden? Es scheint so zu kommen. Es scheint, als gingen wir nicht nur außenpolitisch sehr unruhigen Zeiten entgegen. Raffkes und ihre politischen Interessenvertreter können offensichtlich nicht klüger werden, weil ihnen Macht- und Raffgier den Verstand vernebelt. Deshalb gilt: „Misstrauen heißt das der Moral der Gegenwart angepasste Vertrauen.“ (Prof. Querulix)

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Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren und mit wachsender Sorge um Frieden, Freiheit und letztlich auch wirtschaftliche Prosperität das fragwürdige Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“, die offensichtlich nur noch an ihr Eigenwohl denken. Seine Beobachtungen dokumentiert und kommentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben. 
READ Pressestelle

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von Doc GermaniCus Lesezeit ca.: 4 min